Archiv für März 2015

Arbeiter verlassen die Fabrik

Filmessay – 36 min., D 1995
Buch/Regie: Harun Farocki

Filmhistorische Untersuchung zum Fabriktor als Ort der Begegnung und gesellschaftlichen Auseinandersetzung.

Arbeit und Leben im Dritten Reich

Dokumentation – 41 min., D 2013
Regie: Johannes Volker Wagner

Film über die Integration der Arbeiterschaft in den NS am Beispiel Bochum. Unterkomplexe Doku, die weder einen linken Beitrag zum NS noch ein typisch deutsches Arbeitsethos kennt. Bei einem Film einer Landeszentrale für politische Bildung darf man aber auch keine Überraschung erwarten.

Nun Volk steh auf! – Ein Film als Propagandawaffe

Dokumentarfilm – 15 min., D 1997
Regie/Redaktion: Alexander Bohr/Hans Peter Kochenrath

Kurze Dokumentation zu Veit Harlans „Kolberg“. Der Durchhaltefilm, der vom Propagandaministerium das Prädikat „Film der Nation“ erhielt, diente der Mobilmachung des Volkssturms. Als teuerster NS-Film kam er jedoch nach Fertigstellung 1945 nur noch selten zur Aufführung.

Iran – Galgen für eine 16-jährige

Dokumentation – 45 min., D 2007
Film von Monica Garnsey

Film zur Unterdrückung von Frauen im Iran am Beispiel Atefah Sahaalehs. Der von uns eingestellte Beitrag ist auch als kritischer Kommentar zur aktuellen Resolution der UNCSW zu verstehen.

Die Akte B. – Geschichte eines Massenmörders

Dokumentation – 90 min., D 1998
Ein Film von Esther Schapira und Georg M. Hafner

Alois Brunner, der als rechte Hand Adolf Eichmanns galt und für den Tod von Hunderttausenden verantwortlich war, entsprach so gar nicht der von Hannah Arendt postulierten „Banalität des Bösen“. Als eifriger Organisator der Deportationen der europäischen Juden und glühender Nationalsozialist, rühmte er sich noch Jahrzehnte später im syrischen Exil seiner Taten und wurde „Referent für Judenfragen“ beim syrischen Geheimdienst. In Frankreich bereits 1956 in Abwesenheit zum Tode verurteilt, verschleppten deutsche Behörden die juristische Verfolgung bis zuletzt.

Alois Brunner als Problem für Rohrbrunn und seine Bewohner?:
„Nein, warum?“ – „Von meinem Mann ist er der Onkel.“ | © hr

Blutige Trümmer in Gaza – Solidarität mit Israel?

Talkshow – 67 min., D 2009

Wenn „Blut“ und „Israel“ im Titel einer deutschen TV-Sendung zusammenkommen, hat man in Hinblick auf die Einschaltquote zunächst einmal alles richtig gemacht. Dann wählt die Redaktion noch die Studio-Gäste so aus, dass ein nicht gerade als Sympathieträger bekannter Jude automatisch in die Rolle eines Israelis gedrängt wird. Weiterhin dürfen Wissenschaftler, Nahost-Experten und Menschenrechtsaktivisten dem applaudierenden Publikum die „Wahrheit über die israelischen Verbrechen“ verkünden. Den Anlass boten die angeblichen Kriegsverbrechen während der israelischen Militäroperation „Gegossenes Blei“ im Jahr 2008/09.

Die Schwulenheiler

panorama 06.05.2014

Die Neonazis der Partei „Goldene Morgenröte“

weltbilder 05.11.2013