Spur des Fremden

Spielfilm – 91 min., USA 1946
Buch/Regie: George Trivas, John Huston/Orson Welles

Nachkriegsfilm über das Abtauchen und die Entlarvung eines deutschen Nazi-Kriegsverbrechers in einer US-amerikanischen Kleinstadt. Die Überführung des Verdächtigen anhand seines Antisemitismus (immerhin!) stellt dabei den eigentlichen Höhepunkt des Films dar. Filmhistorisch interessant ist der Streifen nicht nur, weil erstmals authentische Aufnahmen aus Konzentrationslagern in einem Spielfilm gezeigt wurden, sondern weil er damit auch als frühes Beispiel für die kulturindustrielle Vereinnahmung der Shoah gelten könnte. Hier zugunsten einer spannungsgeladenen Kriminalgeschichte. Noch dazu fuhr der Regisseur Orson Welles mit diesem Film seinen größten kommerziellen Erfolg ein.

„Mein Charles ist kein Nazi!“: Die frisch vermählte Mrs. Rankin
sieht Filmaufnahmen aus deutschen KZs | © International Pictures


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