Archiv für August 2015

Mama, L‘chaim!

Kurzfilm – 5 min.
Ein Film von Elkan Spiller

Über das ungewöhnliche Zusammenleben Chaim Lubelskis mit seiner Mutter Nechuma, einer Shoa-Überlebenden. Ab August 2015 ist dann Spillers längerer Dokumentarfilm „L‘chaim – Auf das Leben“ in ausgewählten Kinos zu sehen.

Danke WDR!

Rekapitulation der Reportage, die Tuvia Tenenbom in seinem Buch „Allein unter Deutschen“ über den WDR und dessen tatkräftige Unterstützung für die „Kölner Klagemauer“ veröffentlichte. Wäre noch darauf hinzuweisen, dass die „Botschaft des Hasses“ in seiner ursprünglichen Form um einiges älter als Heinrich Heine ist und noch heute in dem Prachtbau gegenüber Verbreitung findet. Für dieses und ein weiteres Filmchen einen Dank an Gerd Buurmann.

Friends from France

Spielfim – 100 min., F 2013
Buch/Regie: Anne Weil, Philippe Kotlarski

Gut gemeinter Spielfilm, der die Isolation sowjetischer Juden in den 1970er Jahren thematisieren will, dann aber zugunsten einer Liebesgeschichte die konkrete jüdische Lebenswirklichkeit doch im Dunkeln lässt. Zum Antisemitismus in der UdSSR erfahren wir in diesem Film nicht sonderlich viel, in der vollständig digitalisierten deutsch-jüdischen Zeitschrift „Aufbau“ dafür aber umso mehr. Nur beispielsweise sei hier der Artikel Antisemitismus als „Manifestation des Klassenkampfes“ von Leonid Kossman herausgehoben.

Aufschub

Dokumentation – 40 min., 2007
Film von Harun Farocki

Annähernd 100.000 Menschen durchliefen das sogenannte Polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork, bevor die meisten von ihnen in die Vernichtungslager deportiert und ermordet wurden. Im Auftrag der Lagerleitung musste Rudolf Breslauer, ein internierter Fotograf aus Deutschland, im Mai 1944 Filmaufnahmen vom Lager machen, bevor auch er abtransportiert und umgebracht wurde. Die Aufnahmen vom Lageralltag, der Selbstverwaltung, der Arbeit sowie Kultur- und Sportveranstaltungen, selbst von Deportationen, bezeugen vor allem die Perfidie, mit der die Deutschen ihre Opfer über ihr Schicksal hinwegtäuschten. Der Filmemacher Harun Farocki analysiert diese Bilder in einem bedrückenden Stummfilm. ( Zwischentitel hier.)

The missing image

Nach dem begeisterten Anschluss Österreichs im März 1938 fanden in Wien sogenannte „Reibpartien“ statt, bei denen Juden zur Volksbelustigung die Bürgersteige mit kleinen Bürsten abwaschen mussten. Die Filmemacherin Ruth Beckermann hat eine erst kürzlich aufgefundene Filmaufnahme zu einer Videoinstallation verarbeitet und schaut damit den Österreichern direkt ins Gesicht. Über den offenbaren Zusammenhang von deutschem Arbeitsethos und Antisemitismus, der in die Vernichtung der europäischen Juden unter der Parole „Arbeit macht frei“ führte, klären zwei Vorträge von Ulrike Becker und von Andrea Woeldike auf.

Iraner in Deutschland: Das Regime verfolgt seine Kritiker

panorama 15.10.2009

ISIS vs. Israel-Flagge im Selbstversuch

Ami Horovitz im Selbstversuch auf dem Berkely-Campus. Ergebnis: Beim ISIS-Flagge schwenken lieber nicht rauchen, denn es herrscht Rauchverbot auf dem Campus.