Es ist hart, von Idioten verehrt zu werden

Dokumentation – 100 min., F 2008
Ein Film von Daniel Leconte

Zum Kinostart des Dokumentarfilms „L‘humour à mort. Je suis Charlie“ 2016 wurde in den Filmbesprechungen öfter darauf hingewiesen, dass Regisseur Daniel Leconte schon während des Prozesses gegen Charlie Hebdo im Jahr 2006 wohlwollend mit der Kamera zugegen war, während die meisten Medien dem Blatt und seinem blasphemischen Programm bis zuletzt ihre Solidarität verweigerten. Die Satirezeitschrift hatte sich damals mit dem Abdruck der Mohammed-Karikaturen der dänischen Jyllands-Posten, sowie eigener Karikaturen, nicht der Selbstzensur unterworfen und sah sich in der Folge mit einer Klage des Rates der Muslime Frankreichs – nicht wegen Blasphemie, was in Frankreich keinen Straftatbestand darstellt – jedoch wegen Beleidigung konfrontiert. Aus heutiger Perspektive zeigt der Dokumentarfilm zu jenem Prozess die Vorgeschichte der Terroranschläge in Paris vom Januar 2015 und ist hier deshalb mit Hinweis auf die Opfer in einer aktualisierten Fassung zu sehen.

Die beanstandete Ausgabe vom 08.02.2006 | © Charlie Hebdo


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