Black Sunday

Dokumentation – 15 Min., RO 2010
Ein Film von Mihnea Chelariu

Der Film widmet sich dem Pogrom von Iași, bei dem

vom 27. Juni bis zum 3. Juli 1941 […] in Iași und Umgebung Tausende Juden von rumänischen Soldaten und Gendarmen ausgeraubt und erschlagen oder erschossen [wurden], zumeist Männer zwischen 18 und 60 Jahren. Deutsche Offiziere und SS-Mitglieder assistieren beim staatlich organisierten Pogrom. Mehrere tausend Juden werden am Morgen des 30. Juni in zwei „Todeszüge“ gepfercht. Einer fährt nach Călărași in Südrumänien und braucht dafür sechs Tage, einer nach Podu Iloaiei nahe Iași. Insgesamt sterben beim Pogrom von Iași etwa 15.000 Juden. Es ist der Auftakt zum Holocaust in Rumänien.“ (Den vollständigen, sehr lesenswerten Artikel von Keno Verseck gibt es hier.)

Im Film kommen drei Überlebende des Pogroms zu Wort: Iancu Tucarman, Leonard Zeicescu, Leizer Finkelstein. Was sie schildern, hätte der dramatischen Musik und häufigen Schnitte nicht bedurft. Die barbarische Grausamkeit, die Niedertracht, der sie und all die anderen vor 75 Jahren ausgesetzt waren, macht fassungslos.
Die Shoah in Rumänien ist ein nach wie vor kaum beachtetes Thema, vor allem in Rumänien selbst. 2003 wurde eigens eine Kommission unter dem Vorsitz des kürzlich verstorbenen Elie Wiesel ins Leben gerufen, um daran etwas zu ändern. Wiesel, selbst in Rumänien geboren und Auschwitz-Überlebender, wurde 1945 im KZ Buchenwald befreit und wird bis heute für seine Solidarität mit dem jüdischen Staat von Israelhassern geschmäht.


© Princess Media & Romanian Institute of Holocaust Research
„Elie Wiesel“


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