Die Rächer – Jüdische Vergeltungsaktionen in Nürnberg

Dokumentation – 11 min., D 1999
Ein Film von Jim G. Tobias und Peter Zinke

+++ Aus Anlass des Todes von Joseph Harmatz, dem letzten noch lebenden Mitglied der Nakam-Gruppe +++

Der Text zu der am Anfang und während des Abspannes dieses kurzen Films hörbaren Melodie entstammt der Feder Shmerke Kaczerginskis: „Yid, du partizaner.“ Kaczerginski war wie Abba Kovner und Hirsch Glick Schriftsteller… und Partisan. Alle drei kämpften in der „Farejnikte Partisaner Organisazie“ FPO (Vereinigte Partisanen-Organisation) und konnten sich so als ganz wenige der Ermordung durch die Deutschen im Ghetto Wilna entziehen. Das Kämpferische spiegelt sich dann auch in den Liedtexten nicht nur der drei wieder. Nach der militärischen Niederschlagung des nationalsozialistischen Deutschlands beschlossen mehrere Shoah-Überlebende um Abba Kovner ihre Erfahrungen aus dem Kampf und die Trauer um ihre ermordeten Angehörige und alle weiteren Opfer der Shoah gegen das deutsche Täterkollektiv zu wenden. Ein weiteres Motiv war die Angst davor, dass die Ermordung der Juden weiter gehen würde.

„Wir mussten etwas tun, damit sich die Leute merkten, dass Gräueltaten bestraft werden und nicht nur dass jemand in Gefängnis wandert“,

so begründete der am 26.09.2016 verstorbene Joseph Harmatz den (niemals erfüllten) Plan der Nakam-Gruppe, um die es in diesem kurzen Film geht.

© MEDIENWERKSTATT


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