Rudolf Steiner und die Waldorfschulen

„Die weisse Rasse ist die zukünftige, ist die am Geist schaffende Rasse.“

(Rudolf Steiner; GA 349, S. 67)

„Das Judentum als solches hat sich aber längst ausgelebt, hat keine Berechtigung innerhalb des modernen Völkerlebens, und dass es sich dennoch erhalten hat, ist ein Fehler der Weltgeschichte, dessen Folgen nicht ausbleiben konnten.“

(Rudolf Steiner; GA 32, S. 152)

„Ja, ich bin meinerseits davon überzeugt, wenn wir noch eine Anzahl Negerromane kriegen und geben diese den schwangeren Frauen zu lesen, in der ersten Zeit der Schwangerschaft namentlich, wo sie heute ja gerade solche Gelüste manchmal entwickeln können – […] da entsteht durch rein geistiges Lesen von Negerromanen eine ganze Anzahl von Kindern in Europa, die ganz grau sind, Mulattenhaare haben, die mulattenähnlich aussehen werden.“

(Rudolf Steiner; GA 348, S. 185)

In leider viel zu großen Abständen von mehreren Jahren berichteten Politmagazine der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten über Rassismus und Antisemitismus oder über andere Missstände an deutschen Waldorfschulen. Nach den damals einsetzenden öffentlichen Debatten muss man heute feststellen: Geschadet hat es dem Ruf der Schulen offenbar nicht. Jährlich finden Neugründungen statt und weiterhin gelten Waldorfschulen als sanfte „Alternative“ zu staatlichen Regelschulen. Doch wer sich etwas eingehender mit Waldorfpädagogik und der ihr zugrunde liegenden Anthroposophie auseinandergesetzt hat, der weiß, dass obige Zitate keine Ausrutscher sind: Sie sind Ausdruck einer esoterischen Weltanschauung, in der höhere und niedere „Rassen“ und Kulturen – eingebettet in ein Konzept von Reinkarnation und Karma – ihren festen Platz einnehmen und, bevor sie als „dekadente Abzweigungen“ aussterben, ihre von Steiner festgelegten Missionen zu erfüllen haben. Ob und wieviele der Steiner’schen Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister im Unterricht herumspuken, ist schwer einzuschätzen – zumal der Einsatz von Schulbüchern stark eingeschränkt ist und die Lehrerschaft in ihrer Unterrichtsgestaltung sehr frei agieren kann. Klar dürfte aber sein, dass das Lehrpersonal in der Regel mehrjährig anthroposophisch geschult, in unteren Klassen ein großer Schwerpunkt auf Märchen, Sagen und Mythen gelegt und von Fakten nicht immer getrennt wird. Ebenso zu hinterfragen wäre nicht nur der zum Teil stumpfe Frontalunterricht, sondern auch, welche Abhängigkeiten sich ergeben, wenn Kinder bis zu 8 Schuljahren von einem einzigen Klassenlehrer unterrichtet werden sollen. Da könnte man in die sogenannten „Ätherleiber“ viel Unsinniges einpflanzen. Ob und inwieweit sich das Lehrpersonal der Temperamentenlehre bedient und die karmische Entwicklung der Kinder vorantreibt, wäre ebenfalls noch genauer in Erfahrung zu bringen. Das Spekulieren beispielsweise über die Lügenhaftigkeit geistig behinderter Kinder im vorangegangenen Leben, woraufhin diesen dann die „Wahrheiten“ geistigen Lebens zu vermitteln seien, kommt für Waldorfpädagogen jedenfalls durchaus in Betracht. Wer sich also als Eltern eines nicht-weißen oder nicht-christlichen Kindes bei der Schulwahl fragt, „Wie gut sind Waldorfschulen?“, der sollte sich darüber aufklären lassen, dass seinem Kind im Schulalltag vielleicht nicht unbedingt immer gleich ein Nazi begegnet, ihm dafür aber zumindest eine Art karmische Entwicklungshilfe geleistet werden könnte – wobei die anthroposophische „Erziehungskunst“, dem Anspruch auf Ganzheitlichkeit nachkommend, ihre Wirkung nicht nur auf seelische und geistige, sondern mit durchschlagendem Erfolg auch auf die körperliche Gesundheit zu entfalten vermag.

(Da dem Anthroposophie-Kritiker Ansgar Martins laut AnthroWiki wegen altersbedingt fehlender „Bewußtseinsseelenreife“ die Kritikfähigkeit abgesprochen wird, möchten wir an dieser Stelle gern auf den von ihm betriebenen waldorfblog hinweisen.
Als vertiefende Lektüre empfiehlt sich u.a. Peter Bierls im KONKRET LITERATUR VERLAG erschienenes Buch „Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister – Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik“)

Frontal21 vom 18. April 2006 | © ZDF


1 Antwort auf „Rudolf Steiner und die Waldorfschulen“


  1. 1 Toivi 07. Mai 2017 um 15:06 Uhr

    Und das ganze wird u.a. finanziert von der „sozial-ökologischen“ GLS-Bank (https://sauberbaenker.wordpress.com/). Boykott und Desinvestition – hier wären sie mehr als angebracht.

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